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Weil Sie damit sowohl IHRE Sprache als auch Sprache als Konzept weitergeben können (ohne auf eine andere Sprache ausweichen zu müssen). Ein hörbeeinträchtigtes Kind kann die Lautsprache (also die Kommunikationssprache der Hörenden) nicht in seiner Gesamtheit wahrnehmen. Je nach Art der Behinderung und der Hörgeräte hört es weniger laut, nur gewisse Frequenzen, deformiert, mit Störlärm usw. Die Spektren sind vielfältig und individuell. Unsere gesprochene und gehörte Sprache, also in unserem Fall Deutsch (egal ob als Hochsprache oder in dialektaler Form) ist die Basis für den Aufbau des Gesamtkonzeptes Sprache (denn später dann auch in gelesener und geschriebener Form), die als Kommunikationsmedium und wichtiges Medium des Denkens wirkt. Wir geben weiterhin all unsere Emotionen, unsere Kultur, unser Wissen und unsere Geschichte mit ihr weiter. Sie ist der Träger all dessen. Wenn die Lautsprache durch die ELS ergänzt wird, sind die fehlenden Komponenten wieder vervollständigt, unabhängig von einem Hörgerät. Schon beim Baby legt die ELS die Grundsteine dieses Sprachaufbaus (wiederholte gleiche Silben geben Rhythmus und sind unabdingbar um später verschiedene Silben aneinanderreihen zu können): Aus dem Lallen werden Wörter, aus einem bababa wird irgendwann mal „Babylonien“, mamama wird später zu „Mammut“, aus einem dadada wird irgendwann mal „Dadaismus“… , wenn man es vorher korrekt gehört (oder mit der ELS gesehen) hat! Denn wie soll man es wiedererkennen, begreifen, erlernen, variieren und ausbauen können, wenn die Basis nicht sicher gelegt ist?

Die ELS ist keine neue Sprache, keine Fremdsprache und auch keine künstliche Sprache (wie z. B. Esperanto): sie ist IHRE Sprache und begleitet genau nur die Sprache, die Sie sprechen.

Die Ziele beim Einsatz der ELS sind 4 an der Zahl: Aufbau der Laut-Sprache mit einhergehender Wissensvermittlung, Integration, Autonomie und Chancengleichheit.

28. Juni 2019 / Team EdLS